Geführte Tour im Dachsteingebirge

Fotos: Monika Fank

 

Die Hütten sind reserviert, die Gäste motiviert und genau zum Startpunkt am Fronleichnamstag beschert uns ein Hoch über Österreich herrliches Wanderwetter.

Wir starten beim Vorderen Gosausee, in vier Minuten gehts dann mit der Gosaukammbahn hinauf zur Zwieselalm. Den ersten Tag verbringen wir immer im Blickfeld des Gosaukamms. Steile, zerklüftete Felstürme bilden die Grenze zwischen Oberösterreich und Salzburg. Die Kleine und Große Bischofsmütze ergeben zusammen einen markanten Doppelgipfel, der dem Gosaukamm frei entragt. Nach gemütlichen 2 Stunden Wanderzeit erreichen wir die Stuhlalm für einen Zwischenstopp.

 

Eine Stärkung ist gut denn jetzt gehts hinauf zum Jöchl. Der Weg schlängelt sich in Serpentinen hoch und läßt unseren Puls in die Höhe schnellen und unseren Atem tiefer werden. Geschafft!

 

Murmeltiere pfeifen, Gemsen ziehen über die Geröllfelder und bald schon sehen wir unser erstes Etappenziel: die Hofpürglhütte.    

 

Ein Blick aus dem Fenster zeigt Bilderbuchwetter und nach dem Frühstück starten wir voll Freude zur nächsten Etappe unserer Wanderung.

Heute erwartet uns das Rinderfeld, ein kraftvoller magischer Platz unterhalb des Hochkesselkopfs. Grüne saftige Matten, sanfte Hügel und schöne freie Sicht nach Süden in die Hohen Tauern bis zum Glockner.

Ein Gipfelkreuz belohnt uns nach dem knackigen Anstieg zur Sulzenschneid und die Mittagspause geniessen wir auf der Bachlalm.

 Beim Aufstieg zur Südwandhütte über  Maralm und Gartl zeigt sich die mächtige Dachstein-Südwand je höher man steigt mit jedem Augenblick beindruckender.

Torstein, Mitterspitz und Hoher Dachstein bilden mit 850hm diese imposante Wand.

Die Südwandhütte auf 1910m liegt im Hoch-Almengebiet der Ramsau. Das zweite Etappenziel ist erreicht.

Wir nehmen Abschied von den hohen Kalkwänden. Über den Roseggersteig wandern wir hinunter nach Ramsau. Wälder und Wiesen, die Bauern bei der Heumahd prägen den heutigen Vormittag. Die Mittagsrast bei der Lärchbodenalm bevor es wieder hinauf geht zum Guttenberghaus. Der Hüttenwirt nimmt sich die Zeit um unsere Rucksäcke mit der Materialseilbahn hochzuhieven. Das erfreut unsere stark beanspruchten  Schultern und der aufkommende frische Wind läßt die nachmittagliche Hitze besser ertragen. Ruck Zuck haben wir die restlichen Höhenmeter bewältigt.  

 

 

Lustig auch der Hüttenabend auf der höchstgelegenen  Alpenvereinshütte der Steiermark. Das Guttenberghaus auf 2146m feierte 2014 ihr hundertjähriges Bestehen und hat ihren ursprünglichen urigen Charakter erhalten.